Prof. Dr. habil.

Philipp Zitzlsperger

Philipp Zitzlsperger

For­schungs­pro­de­kan
Pro­fes­sur für Bild­wis­sen­schaf­ten
Ber­lin

T: +49 (0)30 58 58 308-10 E-Mail: Philipp.Zitzlsperger@amdnet.de

Phil­ipp Zitzl­sper­ger ist For­schungs­de­kan des Fach­be­reichs Design der Hoch­schule Fre­se­nius. Der habi­li­tierte Kunst­his­to­ri­ker und Bild­wis­sen­schaft­ler beschäf­tigt sich mit der gesell­schaft­li­chen und anthro­po­lo­gi­schen Bedeu­tung von Bil­dern. Zahl­rei­che Publi­ka­tio­nen zu den Gat­tun­gen der Male­rei, Skulp­tur und Archi­tek­tur bele­gen die wis­sen­schaft­li­che Klasse. Phil­ipp Zitzl­sper­gers beson­de­res Inter­esse gilt der poli­ti­schen Iko­no­gra­fie und der Suche nach neuen metho­di­schen Ansät­zen zur Bestim­mung der Kau­sal­ver­hält­nisse von Form und Inhalt.

Curriculum Vitae

AKTI­VI­TÄ­TEN

Gegen­wär­ti­ges For­schungs­thema: Der Impe­tus der Dinge - Raum­kon­zepte und Design­theo­rien zwi­schen Mit­tel­al­ter und Moderne. Exposé: Wäh­rend Raum­theo­rien der Antike den Raum als trei­ben­den Kraft der Dinge sahen, attes­tierte das Mit­tel­al­ter den Din­gen bzw. Kör­pern zuneh- mend eine eigene Bewe­gungs- und Bedeu­tungs­kraft. Arte­fakte tru­gen die Kraft und Krea­ti­vi­tät des Hand­wer­kers als Impe­tus in sich. Der Impe­tus war ihre kine­ti­sche Ener­gie, die den Din­gen die Mög­lich­keit ver­lieh, ihre eigene Dyna­mik und Qua­li­tät auto­nom zu meh­ren. Von vor­mo­der­nen Wert­theo­rien aus­ge­hend wird unter­sucht, wie das Eigen­le­ben und der Eigen­wert der Dinge und kul­tu­rel­len Arte­fakte auch nach der Auf­klä­rung und im Zeit­al­ter des indus­tria­li­sier­ten Designs nicht ver­lo­ren gegan­gen ist. Die aktive Leben­dig­keit und Magie der Dinge prägt auch unse­ren All­tag und damit jeden Pro­zess der Gestal­tung in der Kunst.

  • Weitere Aktivitäten

    2001-2010
    Lei­tung des For­schungs­pro­jekts “REQUIEM – Römi­sche Papst- und Kar­di­nals­grab­mä­ler der Frü­hen Neu­zeit” als wis­sen­schaft­li­cher Mit­ar­bei­ter am Insti­tut für Kunst­ge­schichte der HU-Ber­lin

    2002-2008
    Ver­schie­dene Lehr­auf­träge in Basel, Braun­schweig, Fri­bourg (Schweiz)

    2009
    Gast­pro­fes­sur am Kunst­his­to­ri­schen Semi­nar der Fried­rich-Schil­ler-Uni­ver­si­tät Jena

    Seit Juli 2010
    Pro­fes­sur für Bild­wis­sen­schaft an der staat­lich aner­kann­ten Hoch­schule AMD Aka­de­mie Mode & Design in Ber­lin

    2004-2013
    Vor­stands­mit­glied des Ulmer Ver­eins, Ver­band für Kunst- und Kul­tur­wis­sen­schaf­ten e.V. (www.ulmer-verein.de)

  • Veröffentlichungen (Auswahl)

    Mono­gra­phien
    Gian­lo­renzo Bern­ini. Die Papst- und Herr­scher­por­träts. Zum Ver­hält­nis von Bild­nis und Macht. Mün­chen 2002

    Dürers Pelz und das Recht im Bild – Klei­der­kunde als Methode der Kunst­ge­schichte. Ber­lin 2008 (aus­ge­zeich­net mit dem För­der­preis der Ruth-Bleck­wenn-Stif­tung)

    Her­aus­ge­ber­schaft
    Tod und Ver­klä­rung. Grab­mals­kul­tur in der Frü­hen Neuzeit.Tagungsakten des inter­dis­zi­pli­nä­ren For­schungs­kol­lo­qui­ums in Schloss Blan­ken­see bei Ber­lin vom 12. bis 14. Sep­tem­ber 2002. Köln (u.a.) 2004 (zusam­men mit Arne Krs­ten)

    Toten­kult und Wille zur Macht. Die unru­hi­gen Ruhe­stät­ten der Päpste in St. Peter. Hrsg. von Horst Bre­de­kamp und Vol­ker Reinhardt.Darmstadt 2004 (Mit­ar­beit zusam­men mit Arne Krs­ten)

    Bern­ini in Paris. Das Tage­buch des Paul Fréart de Chan­te­lou über den Auf­ent­halt Gian­lo­renzo Berni­nis am Hof Lud­wigs XIV., Ber­lin 2006 (zusam­men mit Pablo Schnei­der; Grab – Kult – Memo­ria. Stu­dien zur gesell­schaft­li­chen Funk­tion von Erin­ne­rung. Köln/ Weimar/ Wien 2007 (zusam­men mit Arne Krs­ten); Klei­dung im Bild. Zur Iko­no­lo­gie dar­ge­stell­ter Gewan­dung (Tex­tile Stu­dies 1). Ber­lin 2010

    Form­wa­n­del und Kör­per­wan­de­rung in Rom – Vom Kar­di­nals­grab­mal zum Keno­taph. In: Phil­ipp Zitzl­sper­ger (Hg.): Grab­mal und Kör­per – zwi­schen Reprä­sen­ta­tion und Real­prä­senz in der Frü­hen Neuzeit.Tagungsband erschie­nen in kunsttexte.de, Nr. 4, 2010,S.19, www.kunsttexte.de

    Vom Nach­le­ben der Kar­di­näle. Römi­sche Kar­di­nals­grab­mä­ler der Frü­hen Neu­zeit (hum­boldt-schrif­ten zur kunst- und bild­ge­schichte 10). Ber­lin 2010 (zusam­men mit Arne Krs­ten)

    AUF­SÄTZE (AUS­WAHL)
    Typo­lo­gie des Papst­por­träts als Spie­gel kuria­ler und euro­päi­scher Macht­struk­tu­ren. In: Die Kreise der Nepo­ten. Neue For­schun­gen zu alten und neuen Eli­ten Roms in der frü­hen Neu­zeit. Hrsg. von Daniel Büchel und Vol­ker Rein­hardt. Bern (u.a.) 2001. S. 161 - 178

    Die früh­neu­zeit­li­che Herr­scher­büste. In: Haupt­sa­che Köpfe.Plastische Por­träts von der Renais­sance bis zur Gegen­wart aus der Skulp­tu­ren­samm­lung. Ausst. Kat. der Skulp­tu­ren­samm­lung Dresden,Hrsg. von Bär­bel Ste­fan, Antje Scher­ner, Astrid Niel­sen. Dres­den 2001, S. 18 - 25

    Bil­der­krieg in Neu-St. Peter. Ales­san­dro Algar­dis Grab­mal für Papst Leo XI. de’Medici und die ‚Bor­gia-Krise’ der Jahre 1632/34.In: Stä­del Jahr­buch, 18, 2001, S. 195 - 212 (zusam­men mit Arne Kars­ten).

    Die Ursa­chen der San­so­vino-Grab­mä­ler im Chor von S. Maria del Popolo. In: Tod und Ver­klä­rung. Grab­mals­kul­tur in der Frü­hen Neu­zeit. Tagungs­ak­ten des inter­dis­zi­pli­nä­ren For­schungs­kol­lo­qui­ums in Schloß Blan­ken­see bei Ber­lin, Hrsg. von Arne Kars­ten und Phil­ipp Zitzl­sper­ger. Köln (u.a.) 2004, S. 91 - 113