An wel­chem Pro­jekt / Job / Event arbei­ten Sie gerade? Erzäh­len Sie uns bitte etwas über Moti­va­tion und Inhalt.
Seit fast 4 Jah­ren bin ich selb­stän­dig. Im Moment arbeite ich an den letz­ten Zügen der Som­mer 2018 Kol­lek­tion. Da wer­den gerade die letz­ten Schnitte und Mus­ter­teile erstellt und das Foto­shoo­tings orga­ni­siert.

 

Auf wel­che Weise hat das Stu­dium an der AMD Ihnen beim Über­gang in den Job gehol­fen und auf die jet­zige Arbeit vor­be­rei­tet?
Das Stu­dium an der AMD hat mit der breit­ge­fä­cher­ten Fächer­wahl eine gute Grund­lage für meine Selb­stän­dig­keit gebil­det. Viele Berei­che wie zum Bei­spiel Schnitt, Ver­brei­tung, Gra­fik konnte ich vor der AMD gar nicht. Die an der AMD erlang­ten Fähig­kei­ten in die­sen Berei­chen bil­den auch heute noch die Grund­lage mei­nes Labels. Doch gerade am Anfang der Selb­stän­dig­keit muss man sehr viele ver­schie­den Berei­che sel­ber abde­cken;. Buch­hal­tung, Kos­ten­kal­ku­la­tion, Pro­duk­tion, PR, Mus­te­rung, Gra­fik, Stoffe und Zuta­ten, Design etc.., da gilt dann oft die Devise "Learning by Doing" und "Trial and Error".  Das Stu­dium und beson­ders Dozen­ten wie Oscar Raai­j­ma­kers haben einen ent­schei­de­nen Bei­trag dazu geleis­tet sei­nen eige­nen Stil zu fin­den. Oscar hat sich auf den eige­nen Stil ein­ge­las­sen und war trotz­dem in der Lage die­sen dann kon­struk­tiv zu för­dern und einen noch einen Schritt wei­ter zu pushen. Die erlern­ten Ansich­ten  nutze ich bin heute wenn es ums Design geht.

 

Rück­bli­ckend: Was bedeu­tet das Stu­dium an der AMD für Sie?
Das Stu­dium an der AMD war für mich eine fan­tas­ti­sche Zeit. Man hat den Luxus sich sehr stark auf das desi­gnen zu kon­zen­trie­ren. Und auch wenn man wäh­rend dem Stu­dium oft geflucht hat, man hat nie wie­der so viel Zeit und Frei­heit wie wäh­rend dem Stu­dium.

 

Gibt es Preise oder Aus­zeich­nun­gen, die Sie nach Ihrem Stu­dium erhal­ten haben?
Nach dem Stu­dium wurde ich vom Goe­the Insti­tut ein­ge­la­den meine Bache­lor Kol­lek­tion in Prag zu prä­sen­tie­ren. Im Rah­men einer Fashion Show in einer Kir­che durfte ich meine Kol­lek­tion prä­sen­tie­ren, es war ein unglaub­li­ches Set­ting.

 

Gibt es etwas, dass Sie jun­gen Stu­die­ren­den gerne mit auf den Weg geben wür­den?
Nehmt so viel mit wie ihr könnt. Sprach­kurse, Prak­tika, Werk­stu­den­ten, alles! Man merkt erst im Nach­hin­ein wie viel man von jeder Sta­tion gelernt hat. Man tut diese Dinge nicht für den Lebens­lauf son­dern fürs Leben.

 

Lilly Ingen­ho­ven