Ent­wick­lung einer eige­nen Schrift (26 Buch­sta­ben + Inter­punk­tion) auf Basis ana­lo­ger Vor­la­gen

AUF­GABE
Fin­den Sie ein Schema, ein Sys­tem, ein Ras­ter, ein Grund­prin­zip in Ihrem
ana­lo­gen Umfeld und nut­zen es, um damit ein Alpha­bet zu gestal­ten. Beach­ten Sie dabei, dass jeder Buch­stabe les­bar sein soll und die Schrift in sich zusammen¬gehörig wirkt. In einem Book­let prä­sen­tie­ren Sie die Schrift, stel­len den Namen der Schrift und eine pas­sen­des State­ment vor und zei­gen das kom­plette Alpha¬bet. Das Pla­kat pro­mo­tet die Schrift, bei­des passt zusam­men.

Pro­jekt­lei­ter: Prof. Ralf Lobeck, Pro­fes­sor für Visu­elle Kom­mu­ni­ka­tion, Stu­di­en­de­kan »Mar­ken- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­sign B.A.«

01 IRYNA TURTAI­EVA »ABLOOM«
Von der Natur im Früh­ling inspi­riert, schafft Iryna Buch­sta­ben als Eis­skulp­tu­ren, die die Schön­heit von Tul­pen fest­hal­ten. Ihre Schrift »Abloom« (engl.: auf­ge­blüht) baut auf dem Schrift­klas­si­ker »Kabel« von Rudolf Koch auf, mit der sie sehr gut zu kom­bi­nie­ren ist. Durch die farb­li­che Bear­bei­tung ver­leiht Iryna ihrer Schrift einen sehr ästhe­ti­schen und kunst­vol­len Ein­druck. Im Book­let zeigt sie, dass die Abloom zudem sehr gut les­bar ist, stellt Anwen­dungs­bei­spiele vor und doku­men­tiert die Erstel­lung ihrer Schrift.

02 JULE DISS­MANN »BBQ SANS«
BBQ Sans. Der Name sagt schon alles: eine seri­fen­lose Schrift aus Grill­gut, die typo­gra­fi­sche Visua­li­sie­rung des Bar­be­cue-Trends. Die Buch­sta­ben aus Fleisch, Fisch, Gemüse oder Obst grillt Jule auf einem Holz­koh­le­grill und foto­gra­fiert sie auf einer Schie­fer­platte. So wird zum Bei­spiel aus einem Hähn­chen­flü­gel ein A. Im Book­let stellt Jule jeden Buch­sta­ben ein­zeln vor und erklärt die Zuta­ten – lecker schrei­ben!

03 DIANA KRAP­PEN »SPAR­K­LINE«
Light­pain­ting und Lang­zeit­be­lich­tung - Diana schreibt die Buch­sta­ben mit Wun­der­ker­zen in einem Zug. Ihre Arm­be­we­gung bestimmt die Form der Linien und der Run­dun­gen. Die sprü­hen­den Fun­ken geben der Dis­play­schrift ihren Namen »Spar­k­line«. Dabei ent­wi­ckelt sie ein kon­se­quen­tes, ästhe­ti­sches Gestal­tungs­prin­zip. Das Pla­kat pro­mo­tet ein fik­ti­ves Font-Event, bei dem jeder Besu­cher seine eigene Form der Spar­k­line pro­bie­ren soll – eine Idee, die die AMD Düs­sel­dorf bei ihrem nächs­ten Open House umset­zen möchte.

04 ARNE JAN­SEN »WORLD­FONT«
Die Ambi­va­lenz von Was­ser als exis­ten­zi­el­lem Ele­ment und der Macht durch beschränk­tem Zugang zu Trink­was­ser regt Arne zu sei­ner Schrift »World­font« an. Im Clip ver­mit­teln die gefro­re­nen Buch­sta­ben, die an die »Impact« ange­lehnt sind, eine posi­tive Asso­zia­tion zu Kris­tall und gleich­zei­tig durch die Inver­tie­rung erhal­ten sie eine tumor­ar­tige Struk­tur.

05 FRAN­ZISKA PÜTZ »SPOT­LIGHT GOTHIC«
Neben der Uni steht Fran­ziska als Zau­ber­künst­le­rin auf der Bühne. Das Schein­wer­fer­licht ist ihralso ver­traut. Ihre Schrift »Spot­light Gothic« ist dem­entspre­chend kon­se­quent aus Licht­strah­len zusam­men­ge­setzt. „Let your let­ters shine!“

06 LEO­NIE GAL­LACH »VEG­GIE TYPE«
Das Thema Essen steht in der Stu­di­en­gruppe hoch im Kurs. Leo­nie Gal­lach kre­iert die »Veg­gie Type« aus 30 ver­schie­de­nen Gemü­se­sor­ten, die gerade in den Topf fal­len. Sie emp­fiehlt die Schrift natür­lich für vege­ta­ri­sche Restau­rants und Bücher.

07 HAN­NAH BÖTT­GER »DIDOUGH«
Han­nah Bött­ger will die klas­si­zis­ti­sche Didot, die für viele Mode­mar­ken wie die Vogue, Elle und Harper’s Bazaar steht, aus dem Fashionum­feld befreien. Mit Stil und Geschmack führt sie die Schrift nun der edlen Patis­se­rie zu. Aus Didot wird »Didough« (dough: engl. Teig) und die Buch­sta­ben zu lecke­ren Nasche­reien – Taste the font!